Apiosoma tintinnabulum (KENT, 1882) emend.
| Syn.: | Spirochona tintinnabulum KENT, 1882 Glossatella tintinnabulum (KENT, 1882) KAHL, 1935 |
| Trägertiere: | Larven von Amphibien, seltener adulte Tiere (Mundhöhle) |
| Lokalisation: | Haut, Kiemen, Mundhöhle |
| Maße: | Körperlänge | 40 - 50 µm |
| Dicke | 17 - 20 µm |
KENT beschrieb diese Art, die regelmäßig auf Haut und Kiemen von Molchlarven und auf der Haut von Kaulquappen vorkommt, als Spirochona tintinnabulum. Er fand seine Tiere auf Tritonlarven.
Der Körper weist die Form eines hohen Kegels auf, der unterhalb des Peristoms verschmälert sein kann. Im Gegensatz zu den anderen Apiosoma-Arten ist das Peristom bei A. tintinnabulum abweichend ausgebildet. Während die Spirale der Peristombewimperung bei den übrigen Arten mindestens 1 1/4 Umgänge beschreibt, verläuft sie bei dieser Art nur in einem 3/4 Umgang. Durch diesen Aufbau des Peristoms ist der relativ flache Discus nur schwer zu erkennen.
Zur Buccalhöhle hin nimmt die Länge der Peristombewimperung gleichmäßig und deutlich ab, so daß, ähnlich wie bei A. carpelli, schon auf Grund der Ausbildung der Peristombewimperung eine Verwechslung mit einer anderen Art ausgeschlossen ist. Die stets deutliche Querstreifung der Pellicula ist auf dem gesamten Körper gleichmäßig ausgeprägt.
Direkt unterhalb der Körpermitte, die wieder durch die Pectinellenbildungszone gekennzeichnet ist, liegt der hyalin erscheinende Makronucleus, der die Form eines basal gerundeten Kegels aufweist. In wenigen Fällen kam es vor, daß der basale Teil des Makronucleus reduziert war und seine Form von der Seite gesehen oval erschien.
Zur Scopula hin verjüngt sich der Körper gleichmäßig, doch kommt es oft vor, daß kurz vor der Scopula eine leichte Verengung des Körpers auftritt. Der basale Teil des Körpers ist, im Gegensatz zu A. cotti, nie stielartig ausgebildet.
Abb.14. Apiosoma tintinnabulum (KENT, 1882) von Kiemen einar Molchlarve.
Abb.14a. Mikrofotos von Apiosoma tintinnabulum (KENT, 1882)