Apiosoma siewingi n. sp.
| Trägertier: | Phoxinus phoxinus |
| Lokalisation : | Kiemen |
| Maße : | Körperlänge etwa 40 µm | Dicke etwa 20 µm | Breite der Scopula bis 60 µm |
Diese neue Art widme ich Herrn Prof. Dr. R. SIEWING (Erlangen)
Im Gegensatz zu A. filiformis n. sp. hat hier nur der adorale Teil des Körpers die Form eines Zylinders. Von der Körpermitte aus, die durch einen ringförmigen, simsartigen Vorsprung der Pectinellenbildungszone gekennzeichnet ist, verbreitert sich der Körper zunächst leicht, dann sehr stark, um schließlich an der Basis mit einer sehr breiten Scopula zu enden. Diese durch ihre Breite sehr auffällige Scopula bewirkt bei A. siewingi eine besonders große Haftfähigkeit auf dem Substrat. Der Makronucleus, der etwa die Form einer unten abgeflachten Kugel aufweist, liegt dicht über der breiten Scopula. Die Pellicula scheint relativ fest zu sein, da diese Art über keine ausgesprochene Kontraktilität verfügt, sie ist stets deutlich quergestreift.
Aus dem etwa körperbreiten Peristom hebt sich der Discus, dessen Wölbung fast halbkugelig erscheint, über die Peristomlippe heraus. Die Buccalhöhle ist geräumig und mündet relativ steil in den Körper, die kontraktile Vakuole liegt unter der Buccalhöhle. Die Peristomlippe ist relativ schmal und nie wulstig ausgebildet.
Abb. 7. Apiosoma siewingi n. sp. von Phoxinus phoxinus (Kieme).
Abb. 7a. Mikrofoto von Apiosoma siewingi n. sp.