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III: Beziehung zwischen Apiosoma und Trägertier

Wenn sich Tiere regelmäßig auf anderen Tieren niederlassen, immer auf ihnen sitzen bleiben und ohne diesen Träger nicht existenzfähig sind, so liegt die Vermutung nahe, daß dieses Trägertier dem auf ihm sitzenden irgend etwas bietet, was für jenen lebensnotwendig ist.

Mit Ausnahme der auf Amphibien lebenden A. tintinnabulum besiedeln alle bisher bekannten Apiosomen Fische. Sie besetzen sowohl die Körperoberfläche als auch die Kiemen, in einem Fall auch die Mundhöhle. Damit sind sie immer einer Strömung ausgesetzt, in der Mundhöhle kommt noch eine gewisse mechanische Beanspruchung dazu, die durch die Nahrungsaufnahme des Trägertieres hervorgerufen wird. Man könnte annehmen, daß diese Strömung, die sich ja in einer mechanischen Beanspruchung äußert, ein lebensfeindliches Element darstellt. Tatsächlich aber handelt es sich hier um den Faktor, der die Apiomen dazu bewegt, sich diese Trägertiere auszusuchen. Der Vorteil, den sie durch diese dauernde Wasserströmung genießen, liegt nicht nur bei einem erhöhten Nahrungsangebot, sondern vor allem in der laufenden Frischwasserzufuhr, und die ist wiederum lebenswichtig, denn Apiosomen sind offensichtlich sehr sauerstoffbedürftig.

Verschiedene Autoren waren der Meinung, Apiosomen lebten als Parasiten auf den Fischen, es wird sogar behauptet, daß Karpfenbrut wegen "Befalls" mit Apiosomen ein Massensterben erleiden mußten. Von einer parasitischen Lebensweise der Apiosomen kann aber keine Rede sein. Es wird weder das Epithel des Trägertieres angegriffen, noch wird dem Trägertier etwas weggenommen; Auch bei einem Massenbesatz erleidet das Trägertier keinen Schaden durch Sauerstoffmangel, denn die Apiosomen sitzen nie auf den Lamellen der Kiemenblättchen, sondern nur auf deren Rand und den Filamenten.

Ich habe sogar den Eindruck, daß ein Massenbesatz mit Apiosomen Kiemenkrankheiten und Sporozoenbefall verhindert. Träfe dies zu, käme die hier vorliegende Vergesellschaftung einer Symbiose nahe.