zurück

I. Vergleich des Apiosoma-Besatzes der verschiedenen Fischarten

Bei einem Vergleich der Anzahl der Trägertierarten, die sich die Apiosoma-Arten ausgewählt haben, findet man mindestens 7 Apiosoma-Arten, die sich nicht nur auf einer Fischart aufhalten. In einer Tabelle dieser Fischarten verteilen sich jene auf verschiedenen Trägertierarten vorkommenden Apiosoma-Arten in folgender Weise:

Tabelle 1: Verbreitung der Apiosomaarten auf Fischen

Fam. Art leucis-
cus
minimicro
nucleata
carpelli pis-
cicola
tretzeli campa-
nulata
baueri
Salmonidae: Salmo gairdneri - - - + - - -
Salmo trutta f. fario - - - + - - -
Cyprinidae:
Leuciscinae:
Alburnus alburnus - - - + - - -
Blicca björkna + - + + - - -
Leucaspius delineatus + - + + + - -
Leuciscus leuciscus + - + + - - -
Rutilus rutilus + - + + - - -
Scardinius erythrophthalmus + - - + - - -
Squalius cephalus - - - + + - -
Gobioninae: Gobio gobio - - + + - - -
Cyprininae: Carassius carassius - - + + - - -
Cyprinus carpio - - + + - - -
Cobitidae: Misgurnus fossilis - - + - - - -
Esocidae: Esox lucius - + - - - + +
Percidae: Acerina cernua - - - - - + -
Lucioperca lucioperca - - - - - + -
Perca fluviatilis - + - + - + +

Aus dieser Tabelle lassen sich die Verbreitung der Apiosomen und der Grad ihrer Spezialisierung leicht ablesen. Die verbreitetste und damit am wenigsten spezifische Art ist A. piscicola, die auf verschiedenen Fischfamilien vorkommt. Schon mehr spezifisch sind A. minimicronucleata, A. campanulata und A. baueri. Sie sind bei uns auf Fische aus den Familien der Esocidae und Percidae beschränkt. Der Grund für die Beschränkung auf Fische aus diesen Familien ist wahrscheinlich im Verhalten und in der Anatomie dieser Fische zu suchen.

Auf die Familie der Cyprinidae und einen Vertreter der Cobitidae (nach den Angaben BANINAS sind es mit Cobitis taenia zwei Vertreter) beschränkt ist A. carpelli. Interessant ist bei dieser Art, daß der ebenfalls zu den Cobitiden gehörende Nemachilus barbatulus nie als Träger gewählt wird, auch wenn er im gleichen Gewässer vorkommt.

Die beiden übrigen Apiosoma-Arten - A. leuciscus und A. tretzeli - haben eine noch höhere Spezifität erreicht, denn sie beschränkt sich auf Arten der Unterfamilie Leuciscinae. Bei der Betrachtung der Fischarten, welche mehrere Apiosoma-Arten tragen, fallen drei besonders auf:

Leuciscus leuciscus mit

Perca fluviatilis mit

Phoxinus phoxinus mit

Diese drei Fischarten stellen anscheinend besonders geeignete Trägertiere dar, wenn eine entsprechende Wasserqualität vorliegt.