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Historischer Überblick

Im Jahre 1882 beschrieb KENT das erste peritriche Ciliat dieser Gattung. In der Meinung, es handle sich bei dem von ihm auf Molchlarven gefundenen Tier um eine Spirochona, nannte er dieses Ciliat Spirochona tintinnabulum. Die Gattung Apiosoma wurde erst von BLANCHARD aufgestellt, der 1885 eine weitere Art auf Cyprinus carpio fand und Apiosoma piscicola nannte.

1887 berichtet GRENFELL über eine weitere Art dieser Gattung, die er auf Stichlingen (Gasterosteidae) fand, und er gab ihr den Namen Scyphidia amoeba.

Es folgte im Jahre 1902 die von VOIGT beschriebene Glossatella cotti, die er auf Cottus gobio fand, dann die von ROTH 1909 ungenügend beschriebene Cordylosoma glabra, die sich - auch nach NENNINGER 1948 - von "Spirochona" (= Apiosoma) tintinnabulum nur durch den Besitz von 2 kontraktilen Vakuolen unterscheiden soll.

Der von BÜTSCHLI 1889 eingeführte Gattungsname Glossatella fand bei den nun folgenden Beschreibungen neuer Arten lange Zeit Anerkennung, bis LOM 1966 auf die Priorität des von BLANCHARD gewählten Namens Apiosoma hinwies.

1940 wurde von SURBER eine weitere Art beschrieben, er nannte sie Scyphidia micropteri. Nachdem TRIPATHI 1954 eine unzureichende Beschreibung einer Glossatella pyriformis lieferte, folgte die Beschreibung einer Glossatella minuta durch CHEN 1961 aus China auf Grund von fixiertem Material. Es folgten weitere Beschreibungen neuer Apiosoma-Arten von TIMOFEEV 1962, ZHUKOV 1962, KANDILOV 1964, ZAIKA 1965 und LOM 1966.

Nur die von LOM beschriebenen Arten können als eindeutig identifizierbar und gut beschrieben bezeichnet werden. So wurde auch Apiosoma campanulata erst durch LOM genau charakterisiert. Auch die Artbeschreibungen von KASHKOWSKIJ 1965 und BANINA 1968 und 1969 ermöglichen keine eindeutige Identifizierung.

Da bisher nur ein kleiner Teil der im Süßwasser lebenden Fische auf ihre Peritrichenfauna untersucht wurde, dürften im Lauf der nächsten Jahre noch weitere Apiosoma-Arten beschrieben werden.