Apiosoma gobionis LOM, 1966
| Trägertier: | Gobio gobio |
| Lokalisation: | Kiemen, Flossen, Haut |
| Maße: | Körperlänge | 32 - 55 µm |
| Dicke | 18 - 28 µm |
LOM fand diese Art auf der Körperoberfläche von Gobio gobio aus verschiedenen Gewässern in Böhmen. Auf Grund der von LOM veröffentlichten Fotos konnten die von mir gefundenen Exemplare eindeutig identifiziert werden. Der Körper von Apiosoma gobionis war bei meinen Exemplaren zylindrisch bis faßförmig mit einer leichten Verengung oberhalb der Scopula. Das Peristom wird von einer relativ dicken und wulstartig aussehenden Peristomlippe umgeben. Der Discus hat etwa halbe Körperbreite und ist meist deutlich gewölbt. Er wird kaum über die Peristomlippe hinausgehoben. Bei kleineren Tieren ist der Discus flacher.
In der Mitte des Körpers erscheint die Pectinellenbildungszone als deutliche Einschnürung, sie stellt die obere Grenze des Makronucleus dar. Der Makronucleus hat meistens die Form eines flachen Kegels mit Spitze zur Scopula. Zur Scopula wird der Körper plötzlich breiter, so daß an dieser Stelle ein fast lappenartiger Rand entsteht. Diese Form der Scopula ist charakteristisch und für die Artabgrenzung wichtig.
LOM ist bei seinem Bildmaterial ein Fehler unterlaufen, da er dieser Ausbildung der Scopula weniger Beachtung schenkte; die von ihm auf Tafel II Abb. 6 und 7 gezeigten Individuen sind nicht A. gobionis, hier handelt es sich um die ebenfalls auf Gobio gobio vorkommende A. carpelli BANINA, 1968, was auf Grund der für diese Art charakteristischen Peristombewimperung noch deutlicher zu erkennen ist.
Abb. 20. Apiosoma gobionis LOM, 1966 von Gobio gobio (Kieme).
Abb. 20a. Mikrofoto von Apiosoma gobionis LOM, 1966