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Epistylis lwoffi FAURET-FREMIET, 1943

Syn.: Rhabdostyla cyprini SRAMEK-HUSEK, 1953
Epistylis lwoffi ? LOM, VAVRA, 1961
Trägertiere: Acerina cernua,
Alburnus alburnus,
Blicca björkna,
Carassius carassius,
Cottus gobio,
Cyprinus carpio,
Esox lucius,
Gasterosteus aculeatus,
Gobio gobio,
Leucaspius delineatus,
Leuciscus leuciscus,
Misgurnus fossilis,
Perca fluviatilis,
Pygosteus pungitius,
Rutilus rutilus,
Scardinius erythrophthalmus,
Squalius cephalus,
Amphibienlarven.
Nach Angaben früherer Autoren auch auf
Abramis brama,
Nemachilus barbatulus,
Salmo trutta f. fario
Lokalisation: Kiemen,
Flossen,
Haut

Maße: Körperlänge 40 - 80 µm
Dicke 25 - 45 µm


Abb. 36. Epistylis lwoffi FAURE-FREMIET, 1943 von Leucaspius delineatus (Kieme).

LOM unterscheidet bei dieser Art verschiedene Ökoformen, die sich hauptsächlich in der Ausbildung des Stiels bzw. des dem Trägertier aufsitzenden Stielteils unterscheiden. Normalerweise ist dieser Stiel mit einer kleinen Platte auf der Unterlage befestigt. Diese Art der Befestigung wurde in allen von mir gefundenen Fällen beobachtet.

Eine andere Form der Befestigung wurde von FAURE-FREMIET (1943b) beschrieben. Seine auf Gasterosteus aculeatus gefundenen Tiere saßen mit ihrem Stiel nie direkt auf dem Fisch, sondern unter Mitwirkung von Apiosoma amoeba, indem sie mit dem basalen Teil ihres Stiels einen Ring um das basale Körperende der Apiosoma bildeten. Diese Art der Befestigung konnte ich bei E. lwoffi nie beobachten. Eine weitere Form der Befestigung wurde von LOM und VAVRA (1961) beobachtet. Hier war Epistylis lwoffi auf der Haut von Perca fluviatilis mit einem sich basal gabelnden Stiel befestigt (šbergang zwischen Ring und Platte ?).

Die bei Epistyliden übliche und sich nach dem Gewässer richtende Variationsbreite hinsichtlich der Stielausbildung und der Körperform trifft auch für Epistylis lwoffi zu. So konnte ich beobachten, daß in stark eutrophen Gewässern die Stiele kräftig entwickelt, die Zooide groß und breit ausgebildet und die Kolonien aus bis zu 16 Tieren aufgebaut waren. Im Gegensatz dazu waren jene Tiere, welche auf Cottus gobio aus Forellenbächen gefunden wurden, stets kleiner und schlanker gebaut, die Kolonien bestanden aus höchstens 6 Tieren. Die Entwicklung der Kolonien hängt also auch vom Nahrungsangebot ab (neben pH-Wert und Temperatur).

Die Schwärmerbildung bei Epistylis lwoffi weicht von der für Epistyliden typischen Weise ab. Wie bereits LOM (1966) schildert, verschiebt sich die Scopula im Laufe der Schwärmerbildung nach der Seite, so daß der discusförmige Schwärmer kurz vor seiner Ablösung schief auf dem Stiel sitzt.

Abb. 36a.Mikrofotos von Epistylis lwoffi FAURE-FREMIET, 1943