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Epistylis apiosomae n. sp.

Trägertier: Apiosoma cotti auf Cottus gobio
Lokalisation: Körperbasis der Apiosoma

Maße: Körperlänge 48 - 60 µm
Dicke 31 - 40 µm

Diese neue Epistylide erinnert stark an jene Formen von Epistylis lwoffi, die an der Stielbasis einen Ring ausgebildet haben und damit an Apiosomen festsitzen.

Die Tiere haben einen glockenförmigen Körper mit einer leichten Verengung unterhalb des Peristomrandes. Eine kurze, dicke Peristomlippe umgibt das Peristom mit seinem breiten, deutlich gewölbten Discus, der im Zentrum nie eine nabelartige Erhebung aufwies, wie dies in den meisten Fällen für Epistylis lwoffi zutrifft. Die Pellicula ist stets deutlich quergestreift. Eine kontraktile Valcuole liegt, wie bei E. lwoffi, unterhalb der Discusmitte. Im Gegensatz zu E. lwoffi, die einen hufeisenförmig gebogenen, wurstartigen Makronucleus besitzt, weist E. apiosomae einen deutlich bandartigen, gebogenen Makronucleus auf. Er liegt meist horizontal im adoralen Körperdrittel des Tieres.

Diskussion:

Im Gegensatz zu der meist langstieligen E. lwoffi besitzt E. apiosomae immer einen relativ kurzen Stiel von maximal halber Körperlänge. Seine Dicke schwankt zwischen 3,6 und 4 µm. Nur selten konnten kleine Kolonien mit nicht mehr als 2 Tieren beobachtet werden, meistens blieben die Tiere solitär. Typiach für E. apiosomae - und damit namengebend - ist die Vergesellschaftung mit Apiosoma cotti in Verbindung mit einer auch bei E. lwoffi beobachteten Ringbildung an der Stielbasis. Mit Hilfe dieses basalen Stielringes sitzt E. apiosomae an der Basis einer Apiosoma - im vorliegenden Fall an A. cotti - unterhalb deren Makronucleus fest. Man kann dabei beobachten, daß der Körper der Apiosoma unter der Wirkung des Epistylidenstielringes an jener Stelle deutlich eingeschnürt wird (ob diesen Apiosomen noch eine Teilung möglich ist, bleibt fraglich).

E. apiosomae fand ich nie am Fischepithel festgeheftet, alle beobachteten Individuen und Kolonien waren in der beschriebenen Weise an Apiosomen befestigt. Ob E. apiosomae artspezifisch an Apiosoma cotti gebunden ist, bleibt fraglich.

Daß es sich bei E. apiosomae nicht um eine Ökoform von E. lwoffi handelt, beweist das gleichzeitige Vorkommen von E. lwoffi auf Cottus gobio. Während E. apiosomae nur an Apiosoma cotti saß, war E. lwoffi nur am Epithel von Kiemen und Haut der Fische befestigt; eine basale Stielringbildung konnte ich bei E. lwoffi nie feststellen.

Abb. 37. Epistylis apiosomae n. sp. in Vergesellschaftung mit A. cotti auf Cottus gobio (Kieme).

Abb. 37a. Mikrofoto von Epistylis apiosomae n. sp.