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Einführungsüberlegungen: Basis, Schwierigkeiten und Ergebnis neuer Ansätze

Ein dringender Bedarf für eine neue Überprüfung und Revision der allgemeinen Systematik vom Ciliaten kann kaum geleugnet werden. Hunderte von neuem Taxa (bei den Arten sowie bei höheren Ebenen) wurden seit 1961 beschrieben und auch neue Formen von Daten sind jetzt durch Verwendung von relativ neuen Methoden wie der Elektronenmikroskopie verfügbar geworden. Neue Ideen und Hypothesen sind veröffentlicht worden, die anzuerkennen sind und eine direkte Auswirkung auf die Klassifizierung der höheren Taxa haben.

Eine Anzahl von wichtigen Arbeiten an isolierten Gruppen von Ciliaten (im allgemeinen mehr ökologische statt taxonomische Arbeiten) sind erschienen (z.B. Bick, 1972; Borror, 1973, ein; Quark, 1969; E. E. Jones, 1974, ein), aber diese sind - im Grunde genommen als Feldschlüssel - in der Verwendung und durch ihre bekannten Unvollständigkeiten beschränkt. Die Abschnitte der Ciliophora in Lehrbüchern, die sich überhaupt mit der Protozoologie befassen (Grell, 1973; Pferdeschlitten, 1973; Westphal, 1974, 1976), leiden an Platzmangel für solch einem weitreichendes Thema wie Ciliatensystematik. Gleiches kann für die von A. R. Jones (1974) und Matthes & Wenzel (1966) herausgegebenen Ciliatenbände angeführt werden. Die umfassendste Behandlung des Themas stammt von Jankowski (1967a), drastisch überarbeitet, aber in einem kürzeren Papier anschließend nicht besonders modernisiert (Jankowski, 1973, C). Aber trotz der bewundernswert innovativen Natur der 1967 erschienenen Monographie wurde es zur Zeit seiner Erscheinung als "mit Vorsicht zu gebrauchen" bezüglich neuer Arten von Daten (wie Ultrastruktur) behandelt. Dennoch haben Jankowski' s Ideen (besonders Kapitel 18) zu einen deutlichen Einfluß auf das Schema der Klassifizierung von Corliss geführt.

1974 erschienen einige Papiere, die vor allem viel Vorarbeit oder den Rahmen für anschließende Arbeiten lieferten: Corliss (1974a) und DE Puytorac et al. (1974). Einige wichtige Aspekte in der Systematik und der Phylogenie des Stammes Ciliophora wurden jedoch unzureichend in jenen platzbeschränkten Arbeiten behandelt (und sogar in den Nachfolgedarstellungen von Corliss, 1974b, 1975b), weshalb unsere Aufmerksamkeit hier detaillierter gefordert ist. Besonders unglücklich erschien das Fehlen einer spezifischen Beziehung zu analytischen Kriterien, auf denen die überarbeiteten Klassifizierungsschemen aufgebaut wurden. Hier soll der Versuch gemacht werden, diesen expliziten Bedarf zu decken (siehe besonders Kapitel 3), obwohl einige Ansätze bereits in herausgegebenen Papieren gemacht worden sind (siehe z.B. Albaret, 1975; Batisse, 1975; Corliss, 1975c, 1976, 1977a,b; Corliss & Hartwig, 1977; Deroux, 1976a; Gerassimova & Seravin, 1976; Grain et al., 1976; Hutner & Corliss, 1976; Jankowski, 1975; Lynn, 1976a; Orias, 1976; Poljansky & Raikov, 1976; de Puytorac & Grain, 1976; de Puytorac et al., 1976; Small, 1976).